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Zusammenarbeit in der B2B Supply Chain: Mehr Vernetzung, mehr Sichtbarkeit

Das Management der Supply Chain stellt Unternehmen vor wachsende Herausforderungen: Mehr Partner sind eingebunden, die Abstimmungen werden komplexer, der Zeitdruck höher. Erschwerend kommt hinzu, dass  in der hypervernetzten Lieferkette unterschiedliche Systeme, Prozesse und Tools im Einsatz sind. Radikale Vereinfachung ist daher dringend geboten, um effizient zu bleiben. Doch wie geht das?

Per Schiff, Bahn, Lkw oder Flugzeug, die globalen Transportwege sind heute weit und verzweigt. Anbieter und Produzenten müssen für ihre Planung jedoch immer möglichst genau wissen, ob ihre Lieferung  auf dem Weg ist, wo sie sich gerade befindet, ob sie vollständig ist und wann mit ihrem Eintreffen zu rechnen ist. Diese Informationen sind wichtig, weil sich der gesamte Prozess der Weiterverarbeitung bzw. der Lieferung beim Kunden danach ausrichtet. In einer Branche wie der Automobilindustrie sind das Informationen von hunderten von einzelnen Lieferanten. Verzögerungen und kurzfristige Planabweichungen kosten Geld. Verlässliche Sichtbarkeit ist daher die wichtigste Anforderung an die Zusammenarbeit in der Lieferkette.

Elektronische Prozesse liefern Grundlage

Um diese Sichtbarkeit durchgängig über die gesamte Lieferkette hinweg herzustellen, müssen deren Verwaltung und Steuerung auf dem elektronischen Weg geschehen. Die Grundlage dafür liefert beispielsweise eine Lösung wie das IBM Supply Chain Business Network (SCBN). Dabei handelt es sich um ein Cloud-basiertes digitales Business-Netzwerk für die Zusammenarbeit in der gesamten Supply-Chain. Durch das SCBN können B2B-Transaktionen digitalisiert und automatisiert werden – beides Grundvoraussetzungen für Sichtbarkeit und Effizienz in der Lieferkette.

Digitale Datenverfügbarkeit ist jedoch auch heute noch nicht durchgehend der Fall. Gerade kleinere Unternehmen haben nicht immer die nötigen IT-Ressourcen zur Hand, um die Informationen durchgängig zu digitalisieren. Dementsprechend nutzen sie hier mitunter noch manuelle bzw. analoge Systeme auf Papier. Browser-basierte Lösungen können hier die Medienbrüche schließen, wie zum Beispiel IBM Sterling Web Forms. Damit können die Partner Geschäftsdokumente über eine sichere, anpassbare Website elektronisch erstellen und austauschen. Diese Lösung ist damit eine elektronische Alternative zur ineffizienten papierbasierten Kommunikation, die Unternehmen mit kleineren Handelspartner verbinden.

Um diese Sichtbarkeit durchgängig über die gesamte Lieferkette hinweg herzustellen, müssen deren Verwaltung und Steuerung auf dem elektronischen Weg geschehen. Die Grundlage dafür liefert beispielsweise eine Lösung wie das IBM Supply Chain Business Network (SCBN). Dabei handelt es sich um ein Cloud-basiertes digitales Business-Netzwerk für die Zusammenarbeit in der gesamten Supply-Chain. Durch das SCBN können B2B-Transaktionen digitalisiert und automatisiert werden – beides Grundvoraussetzungen für Sichtbarkeit und Effizienz in der Lieferkette.

Digitale Datenverfügbarkeit ist jedoch auch heute noch nicht durchgehend der Fall. Gerade kleinere Unternehmen haben nicht immer die nötigen IT-Ressourcen zur Hand, um die Informationen durchgängig zu digitalisieren. Dementsprechend nutzen sie hier mitunter noch manuelle bzw. analoge Systeme auf Papier. Browser-basierte Lösungen können hier die Medienbrüche schließen, wie zum Beispiel IBM Sterling Web Forms. Damit können die Partner Geschäftsdokumente über eine sichere, anpassbare Website elektronisch erstellen und austauschen. Diese Lösung ist damit eine elektronische Alternative zur ineffizienten papierbasierten Kommunikation, die Unternehmen mit kleineren Handelspartner verbinden.

Künstliche Intelligenz steigert Reaktionsfähigkeit

Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz lässt sich die Sichtbarkeit und Leistungsfähigkeit der Lieferkette heute weiter steigern. Ein Use Case hier sind unerwartete Störungen, zum Beispiel durch Wetter, Streiks oder politische Ereignisse. KI-Systeme können die Ursachen und Auswirkungen dieser Zwischenfälle und deren Auswirkungen schnell ermitteln. Um diese Informationen aus dem System zu erhalten, sind keine technischen Fachkenntnisse oder Operationen notwendig. Ähnlich wie bei Siri und Co. kann der Disponent das KI-System einfach in natürlicher Sprache fragen – und erhält eine klare Antwort.  

KI-Systeme liefern dabei nicht nur die Ursachenanalyse, sondern zugleich praktische Lösungen. Man darf sie sich wie einen sehr erfahrenem Mitarbeiter vorstellen: Die KI kann den gesamten Erfahrungsschatz bezüglich der Lieferkettenprozesse – aus jedem noch so entlegenen Glied – verinnerlichen. Außerdem kann man sie jederzeit ansprechen, denn sie steht rund um die Uhr zur Verfügung. Die KI ist in der Lage, den Vorfall mit vergangenen Ereignissen und den Reaktionen darauf in Beziehung zu setzen und daraus schnell Lösungsvorschläge abzuleiten. Dadurch gewinnt das Unternehmen viel Zeit, müsste es doch ohne KI die Informationen und Lösungsvorschläge von verschiedenen Mitarbeitern und Partnern zusammentragen. Und diese sind unter Umständen über die ganze Lieferkette verteilt, was ungleich zeitraubender ist.

KI kann auch unstrukturierte Daten analysieren

Um das KI-System dazu in die Lage zu versetzen, muss es zuerst mit Daten gefüttert werden. Daher durchlaufen KI-Systeme am Beginn ihres Einsatzes wie jeder reale Mitarbeiter eine Lernphase. In dieser speichern sie alle für die Lieferkette relevanten Informationen ab und analysieren sie. Je mehr Daten das System erhält, desto komplexere Probleme kann es bewältigen. Vorteilhaft ist es hier natürlich , wenn die Daten bereits in elektronischer Form vorliegen, das Unternehmen also seine Lieferkettenprozesse bereits mittels IT-Lösungen steuert.

Der Vorteil von KI liegt dabei nicht nur in der Erfassung reiner Datenbankdaten. Das große Talent der KI liegt in der Verwertung unstrukturierter Daten. Das sind Informationen, die in Texten, gesprochener Sprache oder Multimediaformaten eingebunden sind. So kann es einerseits auch die Erfahrungen von Mitarbeitern aufnehmen, etwa indem deren Wissen gezielt in Form von Interviews dokumentiert und in das System eingegeben wird.

Anderseits kann ein KI-System auch unstrukturierte Informationen aus der Umwelt in Analysen einbeziehen, die für die Lieferkette wichtig sein können. Dazu zählen beispielsweise Wetterdaten oder News-Feeds. Das System registriert diese Daten, analysiert sie, berechnet die mögliche Konsequenzen für den Lieferzeitpunkt und die dadurch entstehenden Kosten, wägt alternative Lösungen ab und liefert schnelle Entscheidungshilfen. Wenn beispielsweise der Wetterbericht einen Hurrikan über einem der Seewege meldet, auf dem die erwarteten Komponenten unterwegs sind, dann liefert das System dem Hersteller bewertete Optionen, wie er darauf reagieren kann. Es könnte dann zum Beispiel eine Umleitung einiger Komponenten über den teureren Luftweg vorschlagen, was  für das Unternehmen immer noch günstiger wäre als die Lieferverzögerung. 

Komplexe Lieferwege, hohes Frachtaufkommen – wer hier den Durchblick behält, ist klar im Vorteil. (Foto: chuttersnap auf Unsplash)

Eine Lösung, die bereits mit KI arbeitet ist IBM Watson Supply Chain Insights, mit der Unterbrechungen in der Lieferkette vorhergesehen werden können. Sie liefert wie oben beschrieben schnelle Einschätzungen zu einem Problem in der Lieferkette und bietet effektive Lösungen dafür. Unternehmen können damit ihre Entscheidungsfindung und Leistung ihrer Supply-Chain optimieren.

Blockchain ermöglich Gesamtsicht auf Zulieferpyramide

Eine weitere Technologie für mehr Effizienz und Sichtbarkeit in der Lieferkette ist die Blockchain-Technologie. In einer Blockchain wird jede Transaktion – deren Details die Parteien vereinbaren – in einem Block digitaler Daten codiert und eindeutig signiert oder identifiziert. Jeder Block wird mit dem Block vor und nach ihm verbunden. So entsteht eine irreversible, nicht veränderbare Kette.

Sind die Zulieferer der verschiedenen Ebenen in einer Blockchain miteinander verbunden,  entsteht ein gemeinsames System of Record für alle Mitglieder des Netzwerks. Neben den Vorteilen für die Geschäftsprozesse wie Vertragsabwicklung oder Rechnungsstellung liefert die Blockchain damit auch ein Instrument für mehr Sichtbarkeit entlang der verschiedenen Ebenen eines Zulieferernetzwerks. Beispielsweise verwendet die Automobilbranche mit ihren großen Liefernetzwerken die Blockchain-Technologie für die Organisation der Lieferketten.

Lieferketten sind heute hypervernetzt, ihre Komplexität wird in Zukunft noch zunehmen. Mit den richtigen Lösungen für mehr Sichtbarkeit durch KI und Blockchain lässt sich die Zusammenarbeit jedoch wieder erheblich vereinfachen. Dadurch entsteht wieder Luft für Optimierungen und Kosteneinsparungen.

Mehr zum Thema intelligentes Supply Chain Management erfahren Sie auf der Think at IBM in Berlin, zum Beispiel auf dem Transportation Industry Day am 12. Juni 2019. Die Registrierung zu diesem spannenden Programm ist kostenlos.

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Titelfoto: frank mckenna auf Unsplash

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