Supply Chain Vorberichte

Trends und Technologien für die Lieferkette auf dem Retail & Consumer Day [Update]

Supply Chain nutzen KI

Transparenz, punktgenaue Lieferung und unversehrte Ware –  all diese Aspekte waren bei Lieferketten schon immer wichtig.  Zwischen Wunsch und Wirklichkeit gab es jedoch durchaus eine gewisse Lücke.  Diese Lücke wird momentan zunehmend geschlossen – dank moderner Technologien und neuer Prozesse, die Lieferketten endlich zu wirklich umfassenden und trotzdem überschaubaren Ökosystemen machen.

Einen spannenden Blick in die Zukunft der Lieferketten gab es auf dem Retail & Consumer Day am 3. Juni im Rahmen der THINK at IBM im Bikini Berlin. Ein Fokus dieser Veranstaltung waren neue Technologien und Trends in der Supply Chain, neben anderer aktueller Themen aus Handel und der Konsumgüterindustrie.

Im Interview mit Matthias Graefe, Director of Supply Chain Transformation bei IBM, erfahren Sie mehr über kognitive Supply Chains und wie Unternehmen diese für sich nutzen können:

Wie auch Unternehmen selbst kognitiv werden können, erfahren Sie in der neuen Serie zum Thema von IBM. Im ersten Teil (erhältlich – nach Registrierung – hier) geht es darum, wie Führungskräfte die Möglichkeiten für kognitive Unternehmen erkunden können.

Ereignisse mit KI voraussagen

Auch Gartner hat sich mit den aktuellen Trends in der Supply Chain beschäftigt. Als einen relevanten Trend nennen die Analysten von Gartner Künstliche Intelligenz:

Laut Gartner ermöglicht KI in der Lieferkette eine umfassende Automatisierung etwa bei der Bedarfsvoraussage, der Produktionsplanung und der Predictive Maintenance. KI analysiert die sehr großen Datenmengen, die in modernen Supply Chains anfallen, umfassend und kann dadurch Störereignisse vorhersagen und mögliche Lösungen anbieten.

Auf großer Fahrt – und dank KI noch effizienter

Blockchain in der Lieferkette

Ein weiterer wichtiger Technologietrend für die Supply Chain ist laut Gartner die Blockchain. Das erscheint ja schon bereits durch den Namen sinnvoll – beides beinhaltet „Kette“. Und ganz falsch ist diese naheliegende Vermutung nicht:  Schließlich beinhaltet die Lieferkette Transaktionen verschiedener Art zwischen den Beteiligten. Auch die Blockchain ermöglicht transparente Abwicklung und umfassenden Überblick für genau solche Abwicklungen. Gartner nennt Nachverfolgbarkeit, Automatisierung und Sicherheit als die Vorteile, die Blockchain für Lieferketten bietet.

Auch Jörg Geilgens, Manager Client Technical Professional IBM Watson Customer Engagement,  schildert  in einem Blog Post auf dem IBM THINK Blog diese Vorteile:

„Wenn eine Blockchain-Schicht über die Lieferkette gelegt wird, erhöht sich der Überblick und der verlässliche Informationsaustausch im Netzwerk enorm. Dies wird durch den Shared Ledger ermöglicht, der die Authentizität und Integrität der Daten gewährleistet und der somit auch das Vertrauen der Beteiligten erhöht. Mit der IBM Lösung Business Transaction Intelligence können die Beteiligten Daten über diese Plattform teilen. Dadurch haben alle einen besseren Überblick über die Lieferungen und können deren Durchführung überwachen.“

Ein konkretes Beispiel für die erhöhte Sichtbarkeit in Lieferketten sind Smart Tags: Ein solcher Smart Tag überwacht Container und meldet beispielsweise, wenn die Kühlung bei einer Lebensmittellieferung ausfällt. Diese Meldung geht über eine IoT-Plattform an die Blockchain und es wird Alarm ausgelöst. Dadurch kann der Lieferant wesentlich schneller neue Ware losschicken als früher. Früher wurde ein solches Problem oft erst erkannt, wenn die Ware ihren Zielort erreicht hatte.

IoT für bessere Logistik

Auch IoT ist ein weiterer wichtiger Blockchain-Trend, den Gartner identifiziert hat. Laut Gartner testen aktuell immer mehr Lieferketten-Fachleute die Möglichkeiten von IoT. Durch IoT kann das Logistik-Management, der Kundenservice und die Produktverfügbarkeit verbessert werden.

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