Künstliche Intelligenz Supply Chain Vorberichte

Erfolgreiche Transformation von Lieferketten: Matthias Graefe, Director of Supply Chain Transformation bei IBM, im Gespräch mit dem IBM Livestudio

Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied – das trifft auch auf Supply Chains zu. Heutige Lieferketten sind sehr komplex, oft global und haben viele Akteure – von Produzenten, über Lieferanten und Logistikern bis hin zu Händlern, um nur einige zu nennen. Und diese Beteiligten müssen täglich Entscheidungen von einiger Tragweite treffen, damit der Warenfluss nicht ins Stoppen gerät. IBM unterstützt Unternehmen mit Lösungen für die Supply Chain bei der Durchdringung dieser Komplexität und der Nutzbarmachung der vielen anfallenden Daten. Von der technologischen Seite stärken innovative Technologien wie KI und Blockchain die Glieder der Lieferkette – und die menschlichen Experten werden durch diese Technologie befähigt, noch besser informierte Entscheidungen zu treffen.

Matthias Graefe, Director of Supply Chain Transformation bei IBM, gibt in einem Interview, das im Rahmen der Think at IBM im Bikini Berlin stattgefunden hat, Einblicke, wie eine erfolgreiche Transformation der Lieferkette aussieht, und warum der Mensch immer noch die wichtigste Komponente ist.

Hier einige Aspekte, die Matthias Graefe im Gespräch im IBM Livestudio erörtert:

Die Mitarbeiter zu gut informierten Entscheidungen befähigen

Die Transformation von Lieferketten läuft bereits seit einiger Zeit – und das auch erfolgreich. Laut Matthias Graefe lag dabei der Fokus aber bis jetzt oft auf Effizienzsteigerung und Prozessoptimierung, und weniger auf der Frage: Was tue ich, wenn die Prozesse unterbrochen werden?  Und wie helfe ich Mitarbeitern, Lösungen für auftretende Probleme zu finden? Das Unplanbare gehört heute schließlich immer mehr zum Alltag – was bei Systemen mit steigender Komplexität ja auch kein Wunder ist.

Dennoch ist es entscheidend, auf auftretende Probleme schnell zu reagieren, um den Warenfluss zu gewährleisten und die Kosten nicht explodieren zu lassen.  Die Alternative sind Sonderlieferungen, zusätzliche Logistikkosten oder das Bereithalten großer Sicherungsbestände – das alles geht schnell massiv ins Geld.

Wie können Mitarbeiter also zu schnellen und gut informierten Entscheidungen befähigt werden? Laut Matthias Graefe ist es ein erster Schritt in die richtige Richtung, Mitarbeitern Alerts zu schicken, wenn Unterbrechungen in der Lieferkette auftreten. Allerdings brauchen Mitarbeiter dann auch Hilfestellungen, wie sie auf diese Warnungen reagieren sollten. Damit wichtige Entscheidungen im Team und mit Partnern getroffen werden, ist eine kollaborative Umgebung nötig. Und diese sehr gut in einem Chat verwirklicht werden, an dem alle relevanten Akteure beteiligt sind.

Ein relevanter Akteur für einen solchen Chat kann auch IBM Watson sein. Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz wird genau festgehalten, welche Probleme früher aufgetreten sind und besonders auch welche Lösungen es dafür bereits gab. Dadurch können Mitarbeiter bei ihren Entscheidungen schnell auf die vorhandenen Daten und den Erfahrenschatz zurückgreifen. Dabei agiert Watson als Moderator und zeigt frühere Problemlösungen auf, in manchen Bereichen wird er von den Mitarbeitern auch bereits als Experte wahrgenommen – nach entsprechendem Training von Watson.

Eine solche Unterstützung durch KI bringt konkrete Vorteile: Kritische Situationen werden verringert, weil Probleme früher erkannt und gelöst werden. Und damit werden auch Kosten eklatant reduziert.

Matthias Graefe sieht den Menschen als unersetzbaren Hauptakteur auch in der transformierten Lieferkette: Der menschliche Mitarbeiter trifft die Entscheidungen, die Technologie zeigt mögliche geeignete Wege auf. Dadurch nimmt die KI schlussendlich auch Druck von den menschlichen Kollegen, die sich bei Entscheidungen von großer Tragweite jetzt auch auf eine große, datenbasierte Entscheidungsgrundlage verlassen können.

Blockchain Summit auf der THINK at IBM in Berlin

Noch bis zum 29. Juni können Sie sich auf der Think at IBM im Bikini Berlin selbst ein Bild machen, wie Sie Ihr Unternehmen zu einem Cognitive Enterprise wandeln können.  Am 27. Juni findet beispielsweise der IBM Blockchain Summit statt. Im Rahmen des Blockchain Summits erläutert Matthias Graefe die kognitive Supply Chain bei der IBM. Weitere Informationen zum Blockchain Summit finden Sie auch in der Vorberichterstattung des IBM Livestudios.

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